Webdesigner Lesefutter

Die Macher des für alle Ajax-Wütigen unverzichtbaren Ajaxian-Blogs haben ein wunderbares PDF für den Einstieg in das Dojo-JavaScript-Toolkit zusammen- und online-gestellt. Erklärt wird die Dojo-Philosophie, sowie anhand eines beschaulichen Drag-n-Drop Web-Anwendung die dahinter werkelnde Technik. Selbst für Hype-Verschläfer verständlich.

Nach all den Furoren um mächtige Frameworks, die es scheinbar jedem erlauben locker-flockig loszucoden, endlich mal ein wirklich kritischer Beitrag, der hinterfragt wohin das denn führt wenn man mit ein paar Zeilen einen ganzen Adminbereich ins Leben ruft: Framework Fanatics Mir geht es manchmal ganz ähnlich: auch ich habe/hatte Einstiegs-Probleme mit den üblichen Verdächtigen (RoR, CakePHP); auch mir fehlt häufig das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Allerdings stecke ich noch in einer sehr frühen Entdeckungs-Phase & spüre dennoch eine merkliche Verbesserung meines Programmier-Stils. Alles so schön sauber hier!

Einen fundierten Artikel über die Möglichkeiten JavaScript- & CSS-Dateien einer Schrumpfkur zu unterziehen hat Cal Henderson im immer lesenswerteren vitamin-blog veröffentlicht. Trotz DSL-Schwemme; in Zeiten aufgeblähter JavaScript-Liberies/-Frameworks/-Whatever ein sehr sinnvoller Gedanke.

Gleicher Blog, beinah anderes Thema: In seinem neusten Artikel Responsible Asynchronous Scriping hinterfragt Shaun Inmann die aktuelle Entwicklung auch die gesamte Navigation einer Site mit Ajax zu handhaben. Hinfort mit dem Back-Button usw. usf. (gesehen unter anderem bei den Bösen 1.0). Während einige Kommentatoren in den unbedingt zu lesenden Kommentaren das für absolut 1.0 halten, plädiert der gute Inmann für eine strikte Trennung von Content & Actions: zweiteres sei für AJAX und alle vergleichbaren Techniken sehr gut geeignet, der Inhalt dürfe aber aus Rücksicht auf den Benutzer nicht einfach ausgetauscht werden, sondern erfordert einen kompletten Seiten-Reload. Leider legt er dabei die Trennung IMHO nicht sehr gut aus: sind Suchergebnisse wirklich Actions? Ich schwebe zu dem Thema irgendwo in der Mitte: Ich kann mir sehr viele Situationen ausmalen, bei denen es nervt wenn der Back-Button nicht funktioniert. Andererseits stellt der Back-Button bzw. das Caching des Browsers gerade in Web-Anwendungen eine grosse Gefahr dar: Der Benutzer sieht Inhalte, die so gar nicht mehr vorhanden sind.

Sowieso DER neu Blog für alle Webdesigner: vitamin (Fünfte Verlinkung in diesem Post!). Später, dafür aber umso überzeugterer Abonnierbefehl!

05.06.2006 um 17:18
geschrieben von sebastian in Webdesign

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2 mal Salz

  1. ff-webdesigner #11899 27.11.2006 um 13:11

    Eigentlich bin ich von Ajax gar nicht begeistert zwecks fehlender Accessibility, nicht nur für Suchmaschinen. Aber für manche online-Anwendungen ist’s halt doch unverzichtbar. Ich hab mich mit dem DoJo Artikel lange beschäftigt, und kann bestätigen: hervorragende umfangreiche und doch relativ einfacher Einstieg in grundlegende Ajax-Techniken. Lesen!

  2. Andi #28355 27.06.2011 um 17:33

    Leider ist das PDF schon tot, hätte ich mir gern mal angesehen was man in der reinen JS Welt so an den Einsteiger verkauft :)

    Für advanced Usage kann ich nur Google-Web-Toolkit empfehlen, allerdings in Verbindung mit RestyGWT, damit man nicht auf das proprietäre GWT-RPC gefesselt ist und man auch was anderes als Java im Backend nehmen kann - was ja nie schlecht ist :P

    So nen richtig geiles Tutorial kann ich da jetzt nicht bieten, das lohnt sich eben auch erst ab mittelgroßen Anwendungen. Aaaaber dann gibts…

    * MVP Pattern mit DI (Gin als Framework), was einen fast alles in schnellen Unittests abtesten läßt. Wenn das nicht reicht, dann gehen auch echte GWTTestCases, die im JS Context laufen.
    * Managed Scope für Activities
    * DeadCode Elimination
    * Code-Splitting - also dynamisches Nachladen von JS Sourcen on demand
    * History Behaviour, I18n, CSS/Image Resources alles für Umme dazu
    * Komplette Java Refactoring Möglichkeiten

    Ich behaupte mal für eine AJAX Anwendung mit mehreren Entwicklern gibts nichts kontrollierbareres und robusteres.

    Nur mal so nebenbei ;)

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