Mitten ins Herz.

Eigentlich sind die Heartless Bastards verdammt langweilig. Hallo Musikindustrie, überhaupt keine Mainstream-Sellout-Chance. Ihre Poster würden keine Teenagerfantasien in das Masturbations-Nirvana führen. Ihr Erscheinungsbild ist sowas von alltäglich, dass Vorzeige-Arschloch und Testeronschleuder Dieter Bohlen sich wahrscheinlich nicht einmal den ersten Ton der drei aus Cincinnati anhören würde. Doch sie haben etwas, dass viele anderen durchgekneteten Bands nicht haben: Soul! Seit Tagen bekomme ich diesen einen Song nicht mehr aus meinen Synapsen heraus. Scheint so, als habe er sich wie eine Vinylspurrille in meine Ohrmuschel eingraviert. “Searching for the ghost” ist gerade meine Neverending Story. Der Rest des Albums “All this time” mag an manchen Stellen ein wenig monoton anmuten. Doch hinter jeder Schönheit steckt auch eine verborgene Hässlichkeit. Leider kann ich nur auf die Homepage verweisen. Dort gibt es den Song im Stream. Aber wenn sie Soul suchen, sind sie bei dieser Band richtig, und Soul suchen heißt ja auch Soulseek auf Englisch, lieber Blogfreund…


Nanu, muss am Wetter liegen, vor ein paar Tagen war mir auch auf einmal nach “All this time” (dem Lied).
das wetter ist bei mir raus. manchmal aber mag überschwänglicher jubel eines freundes, der sie live gesehen hat, die persönliche wetterlage verändern.
Sag nicht dass die Deutschland bespielt haben und ich hab’s verschlafen?
nein, nein. du darfst durchatmen: das war ein freund aus einem fernen land.