Geduld.
Hier klicken, Ohren zukneifen, warten, nicht verkrampfen, warten, ergötzen.
Entweder wird die Welt ab Ende Zwanzig so klein oder aber sie ist Berlin Kreuzberg. Ich weiß es nicht. Längerlebende unter Euch könnten Licht ins Dunkel des ersten Halbsatzes bringen, Ähnlichlebende die Annahme verifizieren, dass ein Netz in einem Notebook wohnt, mein Notebook in meinem Zuhause, mein Zuhause in meinem Kreuzberg und folglich mein Netz zu Berlin Kreuzberg zu zählen ist. Gehen wir, der Einfachheit und mir zuliebe, doch einmal davon aus, dass dem so ist.
Was ich weiß, ist auch dann immer noch nicht viel, aber das, zumindest:

»Grausam ästhetisch« titelt Alain Bieber auf dem der Oh! Blog, wie treffend. Der Kurzfilm »Chocolade Haas« von Sander Plug und Lernert Engelberts ist wunderschön morbide. Ein Crash in rosétönender Zeitlupe, der frösteln lässt und die Gänsehaut schmirgelt. Ansehen!
Vielleicht fünf, vielleicht zehn Links zu Bomb the System sind mir seit seiner Veröffentlichung 2002 über den Weg gelaufen. Links aus hervorragender Geschmacksquelle, begeisterte Links, Anschau-Befehl-Links. Alles nichts bewirkt – gesehen habe ich ihn schändlicherweise erst gestern Abend.
Nicht im Kino, nicht auf DVD, sondern auf YouTube. In zehn zerschnipselten Teilen. 91 Minuten Ranz-Qualität. Sic. Durchhalten musste ich, weiterklicken. Aus einem schlichten Grund: fuckin’ that’s genious!
Im großen Apfel spielt die Geschichte um den 19jährigen Writer Blest. Von Fingern, die Farbe aufsaugen, erzählt sie, vom Zischen der Cans beim Bomben und von einer Wahrnehmung, die stockt und zuckt und friert.
Ein Kniefall vor Graffiti und vor der Stadt, in der alles begann, ist dieser Film. Ein würdiger.
Ein Film, dessen Kamera und Post auch kein YouTube zerstören kann. Dessen Sound allein dermaßen groß spielt, dass hier kein krittelndes Wort miteinfließen soll. Keins.
Falls ihr die DVD kaufen wollen solltet: unbedingt im O-Ton. Rockt! [via&via]
Von wegen den dritten Wunsch für unendlich mehr Wünsche freihalten, einen Planeten voller Einhörner, das wünscht sich der Herr von Heute. Planet Unicorn, eben auf Spreeblick entdeckt, ist eine der fantastischsten Clipserien in rosarotundregenbogen ever. Ever. Ever. Allein der Sound. Heyyy!
»Many people write, that I do drugs, but drug-takers don’t produce anything interesting. I simply love Belarusian primitivism. ‘Capital’ is really a primitivism or punk-style Dadaism, mixing all modern trends. One more good term is ‘trash’. Maybe it’s decorative pop-trash or something like that.«